Portland
Das Wochenende in Portland war eine tolle Abwechslung! Wir hatten Glück mit dem Wetter, es regnete nicht und wir konnten am Samstag sogar ein paar Sonnenstrahlen einfangen.
Am Freitag abend ging die Reise gleich ein wenig turbulent los. Der Bus, den wir gemietet hatten, hatte einen Defekt und verschob unsere Abreise um drei Stunden. Da ging sich ein kleines Bier im nahegelegenen Uni-Pub leicht aus ;)
Nachdem wir um neun Uhr endlich abfahren konnten, kamen wir nach einem kurzen Zwischenstopp “schon” um halb eins bei unserem Quartier an. Das Quartier, von dem alle immer nur als “hut” gesprochen hatten, entpuppte sich als ein Pfadfinderhaus und nicht als eine wirkliche Hütte, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich dachte mir auch schon, dass ich zu viel zum Anziehen mitgebracht hatte, aber da die Heizung in der ersten Nacht nicht funktionierte, war ich doch froh, einen extra Pullover eingepackt zu haben, der mich dann schön warm hielt.
Am Samstag fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück (porridge, was sonst?) an die Küste zum Klettern. Die Autofahrt hat, glaube ich, nicht einmal fünf Minuten gedauer. Als wir stehen blieben, dachte ich, dass wir eine Panne hätten und war reichlich verwirrt, als ich bemerkte, dass wir schon angekommen waren. Das Klettergebiet dort heißt “The Cuttings” und kann auf jeden Fall mit den Gebieten in Österreich und Italien mithalten. Die Küste hat ihren ganz eigenen Charme und ist wirklich schön. Es kann allerdings ziemlich kalt werden, wie wir am Nachmittag feststellen mussten. Einige ließen sich aber trotzdem nicht davon abhalten, ins Meer schwimmen zu gehen!
Am Sonntag schulterten wir einfach nur unsere Klettersachen und machten uns durch den Garten hinterm Pfadfinderhaus und auf einem Feldweg auf den Weg zur Küste, die dort praktisch “vor der Hintertür” liegt. Das Gebiet dort heißt “Blacknor” und bietet eine wunderschöne Kulisse. Das dürfte nicht ganz unbekannt sein, da wir an diesem Tag mehrere Fotografen trafen. Leider war der Boden unter den Klippen, an denen wir klettern wollten, furchtbar schlammig, sodass wir weder wussten, wo wir das Seil hinlegen könnten ohne es in den Dreck zu legen, noch wie wir unsere Kletterschuhe anziehen könnten ohne sie nass und schlammig zu machen. Letzteres führt nämlich unweigerlich dazu, dass man gleich auf den ersten Tritten ausrutscht, was bei den Routen dort recht gefährlich sein kann, weil der Boden von den Klippen weg relativ steil abfällt. Weil wir nicht recht wussten, was wir mit uns und diesen Umständen dort anfangen sollten, haben sich einige von uns schließlich dazu entschieden, bouldern zu gehen. Oberhalb der Klippen gibt es ein paar wirklich schöne Plätze, die ideal sind, um ein bisschen zu bouldern oder einfach nur zusammen zu sitzen.
Ich fand es wirklich schade, als wir am Sonntag abend abreisen mussten, weil ich wirklich gerne noch ein wenig länger geblieben wäre.
Auf jeden Fall möchte ich gerne noch einmal hinfahren, vielleicht ergibt sich ja wieder einmal eine Gelegenheit.




